Werner Link hat viel zu tun: er ist Geschäftsführer der MR-Rhön-Spessart-Main-GmbH. Seit 2007 werden zwei Biogasanlagen in Bad Bocklet und Fuchsstadt mit je gut 700 kW Leistung betrieben.
An den beiden Standorten wird ausschließlich Rohbiogas produziert, das über Rohrleitungen von 600 bzw. 1200 m Länge zu den dort installierten Blockheizkraftwerken der Eon Bayern gefördert wird.
Beide Anlagen sollten nach Fertigstellung mit Wiegeeinrichtungen ausgestattet werden. Man entschied sich für die SL-Fahrzeugwaage der Fa. Rüdiger Wöhrl, die Lasten bis 60 t aufnehmen kann.
Bauseits waren Streifenfundamente zu setzen; hierauf wurden die „Module“ – so werden die im Spannbetonverfahren hergestellten Bauteile bezeichnet – aufgebracht. Sie sind jeweils 6 m lang und 3,5 t schwer und wurden mittels Wagenheber angehoben, um die Messzellen zwischen Fundament und Modul einzubringen; bei einfacher Länge sind dies vier, bei doppelter sechs und in der hier verwendeten 18-m-Version acht Messzellen. Diese Sensoren reagieren auf die Last über Dehn-Mess-Streifen, die ihre Werte in einen Rechner speisen; dieser ermittelt daraus das Gesamtgewicht des Fuhrwerks.
Die Verkabelung befindet sich unterhalb der Holzabdeckung, die zwischen den beiden „Fahrbahnen“ angebracht wurde. Sie führt zum Bedien-Terminal, an dem sich der Benutzer mittels seiner Codenummer anmeldet; der Wiegevorgang wird dann auf sein Konto geschrieben.
Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten der Fa. Wöhrl waren neben der hohen Betonqualität C45/55 der günstigere MR-Preis sowie die Software, die zusammen mit der Firma Kölndata optimiert und an die Ansprüche des Betreibers angepasst wurde.
„Die Qualität ist einwandfrei und der Service stimmt“, so der Geschäftsführer; ein im letzten Sommer aufgetretene Überspannungsschaden durch Blitzschlag sei binnen kurzer Zeit und ohne großen Aufwand behoben worden.
Mittlerweile wird die Waage von Fa. Wöhrl mit Funkautomation angeboten; nahezu alle Kunden bevorzugen diese Version. Jeder Anlieferer hat einen Handsender an Bord; nachdem er die Waage befahren hat, betätigt er diesen und löst damit das Verwiegen sowie die Kontierung der Ladung aus – und zwar ohne vom Fahrzeug zu steigen. Dies spart Zeit und reduziert auch die Unfallgefahr.


