Der isländische Vulkan ist nach wie vor aktiv und entlässt eine Aschewolke in die unteren Schichten der Atmosphäre. Je nach Richtung und Geschwindigkeit der Luftströmungen wird die Aschefahne mehr oder weniger verteilt, verdünnt, Richtung europäischem Kontinent gelenkt oder über dem Nordost-Atlantik verteilt.
Die Großwetterlage bleibt in den nächsten Tagen vor allem zwischen Island und Großbritannien wenig verändert. Will heißen: alles, was an Asche zwischen Boden und ca. 5 Kilometern Höhe ausgestoßen wird, gelangt auf recht direktem Wege zu den britischen Inseln, bevorzugt dabei in den Bereich rund um Irland!
Hierzulande dümpeln eher Tiefs im Kreise und sorgen mit ihrer feucht-kühlen, oft labilen Luft für Kopfzerbrechen bei den Meteorologen vom Dienst, wann es wo wie stark regnet oder warum es entgegen der Annahme nun doch trockener blieb! Käme die Asche wieder mehr nach Mitteleuropa, bedeutet dies mehr feine Partikel in der Luft – so genannte Aerosole in 3 bis 5 km. Sie betätigen sich als Kondensationskerne, was den Regen lokal etwas verstärken kann. Der Effekt ist wohl durchaus da, da die Regenmengen in dieser Form selten so geschwankt haben. Wie gesagt: FALLS die Aschewolke wieder zu uns käme…!
Zu dem Satellitenbild mit fast künstlerischem Wert ein paar Erklärungen: Der METEOSAT-9 ist der zweite Satellit der neuen Generation von METEOSAT-Satelliten und steht geostationär über Afrika. Diese Projektion zeigt Europa mit einer Auflösung von 5 Kilometern.
In einer speziellen Kombination verschiedener Spektralkanäle ist es möglich, Staub und andere Luftbestandteile sichtbar zu machen. Dies wird zum Beispiel genutzt, um nach dem Vulkanausbruch von Island die Aschewolke zu verfolgen. Da die Farben in diesem Komposit nicht selbsterklärend sind, hier eine kurze Beschreibung der wichtigsten auftretenden Farben:
• Wolkenfreie Gebiete sind in bläulichen Tönen sichtbar;
• tiefe Wolken in beige/bräunlichen Farben;
• dichtere bzw. höhere Wolken mit Eisanteil in zunehmend intensiven Rottönen;
• dünne Cirren in sehr dunklem Rot bis Schwarz, außer bei Untergrund mit hoher Emissivität (Wüsten, tiefere Wolkenschichten), dann kann es zu Grüntönen kommen;
>>> hohe Vulkanasche-Konzentration ist orange! <<<
Bildquelle des Satellitenbildes: DWD, hier direkt zu erreichen.

